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Okay… so war das auch nicht gemeint, als wir vor einer Woche noch bei heißem Wetter und viel Sonne in Köln beim 3x3 Turnier vor der Lanxess-Arena geschwitzt und um ein paar Wolken und kühle Temperaturen gebeten hatten. Denn heute sollten wir mit dem Gegenteil konfrontiert werden.

Schon auf dem Weg nach Bertlich wurde das Wetter zunehmend schlechter und die Straßen ähnelten gefühlt eher den Fahrrinnen im Rhein als einer Fahrbahn für Autos. Aber es half ja nichts und die Vorfreude auf die beiden Testspiele in Bertlich waren ohnehin stärker, als das Unwetter. Heute sollten wir aufzwei2 unserer zukünftigen Gegner in der Landesliga treffen. Neben dem Gastgeber, den Berlichter Bulldogs, waren auch die Green Sharks aus Essen zu Gast. Ein für uns bisher unbekannter Gegner (Abgesehen vom 3x3 Turnier in Köln letzte Woche).

Endlich in der Halle und im Trockenen, war dann auch das Schietwetter draußen vergessen und wir konnten uns auf die vor uns liegenden Spiele konzentrieren. Das Auftaktspiel sollten wir gegen den Gastgeber, die Bertlicher Bulldogs bestreiten. Ein offizieller Referee sorgte auch heute für Ordnung und Fair Play was aber eigentlich immer, und vor allem bei solchen Testspielen, zum guten Ton gehören sollte.

Im Krefelder Line-Up im Spiel gegen Bertlich waren neben der Aufbauspielerin Jill Kaiser-Föhles auch die drei anderen mitgereisten Spielerinnen, Anna und Jana Bartlick, sowie Linda Hövel vertreten. Unterstützt wurde unser Damen-Quartett dabei von Heiko Mathes.

Das Spiel gegen Bertlich begann für unsere Krefelder Bären zäh. Trotz guter Chancen und einem hervorragenden Zusammenspiel unserer Mannschaft, stand es in der 9. Spielminute 0:6 aus Krefelder Sicht. Ziel in der letzten Minute des ersten Viertels war es also, den Fluch des „zugenagelten Korbes“ zu brechen und Dies gelang uns dann auch. Zur Viertelpause stand es nach zwei erfolgreichen Korblegern durch Anna Bartlick 4:6. Ein Rückstand, der in den nächsten 30 Minuten aufzuholen sein sollte.

In den ersten Minuten des 2. Viertels konnten allerdings erst einmal die Bulldogs ihren Vorsprung ausbauen. Nach drei Körben eines Bertlichter Spielers, konnte auch ein Korb von Johannes v. Heereman das Zwischenergebnis zur 16. Minute von 6:12 nicht schönreden. Zwei weitere Korberfolge durch Linda Hövel und Jill Kaiser-Föhles brachten uns zur Halbzeitpause zumindest wieder in Reichweite an den Gleichstand. 10:12 Punkte stand es nach 20 Minuten gespielter Zeit im ersten spannenden Duell. Eine Halbzeit auf Augenhöhe mit vielen aufregenden Einzelaktionen auf beiden Seiten.

Das 3. Viertel sollte dann die so dringend benötigte Kehrtwende bringen. Frisch gestärkt wartete die zweite Spielhälfte auf uns. Schon in der ersten Minute des 3. Viertels gelang es unseren Bären, den Ausgleich zu erzielen. Zur 24. Spielminute lagen wir mit vier Punkten in Führung. Einen Vorsprung, den wir zum Ende des Viertels noch ausbauen konnten. 24:18 hieß es nach der 30. Minute und gab uns Hoffnung, das Spiel doch noch gewinnen zu können.

Das letzte Viertel versprach Aufregend zu werden, waren beide Mannschaften doch nicht weit von einander entfernt. Den Anderen nun besser einschätzen können, half es Schwachpunkte zu finden und die Taktik des Anderen besser zu verstehen. Das letzte Viertel sollte durch Fouls zu Freiwurf-Situationen führen, die aber beide Mannschaften nicht für sich nutzen konnten.

Punktetechnisch waren die letzten vier Minuten auch wieder ausgeglichen. Nur jeweils drei Körbe gönnten sich beide Mannschaften. Und auch der Versuch, unsere Bären in die eigene Spielfeldhälfte zu pressen, half den Berlichtern nicht, das Spiel noch einmal zu drehen. Mit 30:24 Punkten gewannen die Basket Bears Krefeld ihr erstes Spiel in einem ausgeglichenen, fairen und tollen Spiel.

Die Green Sharks Essen hatten sich unser Spiel gegen die Bulldogs natürlich angeschaut und konnten vielleicht den ein oder anderen Nutzen für sich daraus gewinnen. Für unsere Bären gab es nur eine kurze Verschnaufpause. Nach dem shake-hands mit Bertlich, folgte auch schon bald der Tip-Off in unserem zweiten Spiel am heutigen Tage. Unser Line-Up gegen die Green Sharks stellten Johannes v. Heereman, Anna Bartlick, Robin Croonenbroeck, Jill Kaiser-Föhles und Sven Kühne.

Nachdem der erste Korberfolg auf das Konto der Green Sharks ging, ließen unsere Basket Bears dieses Mal von Anfang an gar keinen großen Rückstand zu, sondern bauten sich bis zur 8. Minute ein kleines Polster von vier Punkten auf. Auch durch einen weiteren Korb der Essener wurde uns die Führung zur Viertelpause nicht mehr genommen. 6:4 war eine Grundlage, auf die man im weiteren Spielverlauf aufbauen konnte und wollte.

Im zweiten Viertel sollten die Essener das Spiel aber erst einmal wieder an sich ziehen. Sehr Korbreich sollte aber auch die Schlussphase der ersten Halbzeit nicht werden. Lediglich ein Korberfolg auf Seiten der Basket Bears und drei Körbe zu Gunsten der Essener, verschafften den Green Sharks einen Korb Vorsprung zur Halbzeitpause. Bis dahin ein sehr spannendes und schnelles Spiel, in dem beide Mannschaften zeigen konnten, was sie können. Die Basket Bears gingen mit nur einem kleinen Rückstand in eine recht entspannte Halbzeitpause. 20 Minuten waren noch zu spielen und ein Korb Unterschied war noch nicht besorgniserregend.

Das dritte Viertel sollte weiterhin auf Augenhöhe verlaufen, doch die Ausbeute wurde besser. Mit vier Körben auf beiden Seiten wurden in diesen zehn Minuten fast so viele Treffer erzielt, wie in der gesamten ersten Halbzeit. Ein Freiwurf durch Johannes v. Heereman sollte uns nach 30 Minuten sogar auf nur einen einzigen Punkt an die Gegner aus Essen heranbringen. Wir wussten also, dass ein einziger regulärer Korb und die damit verbundenen zwei Punkte zum Sieg für unsere Bären führen könnte.

Wieder aber legten die Green Sharks Essen zu Beginn des letzten Spielabschnittes vor und brachten den Abstand auf 3 Punkte. Doch dies sollte der letzte Korb für unsere Gegner gewesen sein. Nach der 31. Minute änderten unsere Bären ihre Spielweise und gaben ihre eigene Zonenverteidigung auf. Mit Erfolg, wie sich bald herausstellen würde. Durch gezieltes Pressen im Vorfeld, gelang es unseren Spielern immer wieder in Ballbesitz zu kommen und dem Gegner gar nicht mehr die Chance eines eigenen Punkteerfolgs zu geben. Mit einer Reihe von sieben Körben in den letzten acht Minuten, gelang es unserer Mannschaft das Spiel nicht nur zu drehen, sondern auch am Ende mit hervorragenden 31:20 Punkten zu gewinnen. Eine tolle Mannschaftsleistung, auf die nicht nur die Trainer stolz sein dürfen. Unser Team hat heute gezeigt, dass es seit Jahren eine Einheit ist, mit der man nicht nur gewinnen kann, sondern auch sehr viel Spaß haben kann.

Das letzte Spiel des Tages, Bertlicher Bulldogs vs. Green Sharks Essen, ging mit 28:37 Punkten auf das Konto der Gäste aus Essen.

Wir bedanken uns vor allem bei den Bertlicher Bulldogs für die Gastfreundschaft und für einen toll organisierten Tag unter realistischen Wettkampfbedingungen. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit beiden Mannschaften in der kommenden Saison der Landesliga West. Diese startet bereits Ende Oktober und verspricht viele spannende Spiele, auch bei uns Zuhause in Krefeld.

Im Kader der Basket Bears Krefeld waren folgende Spieler in Bertlich vertreten:

Anna Bartlich (#10), Jana Bartlick (#4), Robin Croenenbroeck (#19) Johannes v. Heereman (#6), Linda Hövel (#9), Sven Kaiser (Coach/#7), Jill Kaiser-Föhles (#8), Sven Kühne (#26), Mike Lausberg (#25) Jakobus v. Lengerke (#15). Heiko Mathes (#21).

Bericht: Sven Kaiser und Jill Kaiser-Föhles, 11.09.2022